PathoNext bietet mit MammaPrint®, als erstes deutsches Referenzlabor von Agendia, einen Genexpressionstest auf Basis moderner Next Generation Sequencing Technik an. MammaPrint® untersucht in Kombination mit BluePrint® die Signalwege von 150 Genen, um das individuelle Rückfallrisiko von Krebspatientinnen zu bestimmen und eine sichere Aussage zum Nutzen einer Chemotherapie zu treffen.

Genexpressionstests zur molekulargenetischen Untersuchung des Mammakarzinoms haben laut aktueller S3 Leitlinien eine überlegene prognostische Bedeutung. MammaPrint® ist in den renommierten St. Gallen Behandlungsrichtlinien enthalten und hat die höchste Evidenz (1A) - per unabhängiger prospektiver MINDACT-Studie belegt. MammaPrint® und BluePrint® können für Kernbiopsien oder chirurgische Proben bestellt werden, um prä- und postoperative Behandlungsentscheidungen bei Brustkrebs im Frühstadium zu treffen.

MammaPrint® identifiziert klinische Hochrisikopatientinnen, die sicher auf eine Chemotherapie verzichten können

CE-zertifiziert für Lymphknoten-positive und -negative Patientinnen, US FDA 510(k) genehmigt.

Analysiert 70 Gene, die wichtige Prozesse der Krebsmetastasierung steuern.

Das Ergebnis ist entweder ein genetisch niedriges Risiko oder ein genetisch hohes Riskiko für ein Wiederauftreten der Krebserkrankung.

 

Das 5-Jahres-DMFS (fernmetastasen-freies Überleben) beträgt 94,8% für Patientinnen mit klinisch hohem Risiko und genetisch niedrigem Risiko, die keine Chemotherapie erhalten und 95,7% für Patientinnen mit Chemotherapie (NS).

 

Genetisch-Niedrigrisikopatientinnen können auf eine Chemotherapie verzichten.

 

MammaPrint identifiziert Patientinnen, die eine endokrine (hormonelle) Therapie verkürzen können, und ermöglicht eine sachkundigere Patientinnenberatung.

 

Patientinnen mit einem MammaPrint-Index von >+0,355 haben ein geringes Risiko eines Spätrezidivs nach 20 Jahren mit begrenzter oder keiner endokrinen Behandlung (Tumore < 3cm, keine Lymphknoten beteiligt).

Der einzige Test, dessen Aussagefähigkeit durch die höchste Evidenzstufe (1A), der unabhängigen MINDACT-Studie sowie mehr als 500 Abstracts, Poster und Publikationen belegt ist. Die MINDACT Studie hat prospektiv bewiesen, dass durch MammaPrint Patientinnen mit einem genetisch niedrigen Risiko für eine Fernmetastasierung und damit ohne signifikanten Nutzen für eine Chemotherapie sicher identifiziert werden können

BluePrint® identifiziert den zugrundeliegenden Signalweg, der das Wachstum eines Tumors antreibt, und ermöglicht eine genauere Subtypisierung

In der Pathologie werden aktuell die Biomarker Östrogenrezeptor (ER), Progesteronrezeptor (PR), humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2 (HER2) und der Proliferationsmarker Ki-67 mittels Immunhistochemie (IHC) bzw. In-situ-Hybridisierung (FISH/CISH) zur Klassifizierung des Mammakarzinoms bestimmt. BluePrint® erlaubt darüber hinaus eine deutlich erweiterte und präzisere molekulare Subtypisierung. Dabei wird die Expression von 80, an der Krebsentwicklung und an wichtigen Signalkaskaden des Tumors beteiligten Gene bestimmt.

Bei Verwendung mit MammaPrint® ermöglicht BluePrint eine zusätzliche Stratifizierung der Mammakarzinome in die folgenden Subtypen:

 

  • Luminal-Typ: Tumoren vom Luminal-Typ sprechen sehr wahrscheinlich auf eine Hormontherapie an. Luminal-A-Karzinome haben ein geringes Rezidivrisiko, so dass auf eine Chemotherapie verzichtet werden kann. Luminal-B-Karzinome haben ein hohes Rezidivrisiko und erfordern eine Chemotherapie. Siehe den Fall von Patientin B auf der letzten Seite.
  • HER2-Typ: Tumoren vom HER2-Typ neigen zu schnellerem Wachstum und haben ein höheres Rezidivrisiko, obwohl sie mit einer zielgerichteten Anti-HER2-Therapie behandelt werden können.
  • Basal-Typ: Krebsarten vom basalen Typ sprechen typischerweise auf eine Chemotherapie an. Tumoren vom basalen Typ haben in der Regel eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein Wiederauftreten

BluePrint ermöglicht gelegentlich eine klinische Reklassifizierung von HR+-Patientinnen in die Kategorie Hochrisiko-Basaltyp. Dies hat Auswirkungen auf die Behandlungsplanung

Die Beauftragung von MammaPrint® erfolgt direkt über unsere ärztlichen Ansprechpartner (Molekularpathologen) und kann bei Veröffentlichung einer EBM-Abrechnungsziffer durch den Untersuchungsausschuss per regulärer Überweisung vorgenommen werden.

In der Übergangsphase bieten wir für Ihre Patienten*innen eine kostenneutrale Möglichkeit per Auftragsformular und Abtretungserklärung. Laden Sie sich dafür die entsprechenden Unterlagen unserer ärztlichen Ansprechpartner und senden Sie diese mit dem Untersuchungsmaterial an die entsprechende Molekularpathologie.

Städtisches Klinikum Dessau
PD Dr. med. Piotr Czapiewski
Auenweg 38, 06847 Dessau-Roßlau
Tel.: 0340 501 1070, www.klinikum-dessau.de

oder

Institut für Pathologie am Elsapark
Dr. med. Winfried Hindermann
Elsastraße 1, 04315 Leipzig
Tel.: 0341 649 410, www.pathologie-leipzig.de

Weitere Informationen zu MammaPrint® und BluePrint® finden Sie unter www.agendia.com und speziell für Patienten*innen auf www.mammaprint.de.

Informationsmaterial

Patientenflyer

Welche Behandlung ist am besten für mich?

Ärztebroschüre

Sicherheit bei Therapieentscheidungen mit Genexpressionstests von Agendia

Ablaufschema

Ablauf der Behandlungsplanung bei Brustkrebs im Anfangsstadium

MINDACT-Studie

Langzeit-Follow-up bestätigt den klinischen Nutzen von MammaPrint®